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2018: "Nur aus Fleiß wird Erfolg"

 

Ende Februar 2018:

Das erste große Event in der neuen Saison führt das Rennferkel-Team auch schon wieder quer durch Deutschland in das knapp 440km entfernte und mit zweistelligen Minusgraden klirrend kalte Erfurt zur Deutschen Hallenmeisterschaft.

Der leichte Trainingsrückstand, geschuldet durch diverse Infekte und Erkältungen in den letzten Monaten kombiniert mit aktueller Reizung der Atemwege, machte sich dann auch direkt auf der kurzen 60m Strecke (welche auf der kurzen Distanz keine Fehler verzeiht) bemerkbar:

Zwar deutlich Erste, aber +1,64 Sekunden auf die pers. Hallen-Bestzeit des letzten Jahres - das gab erst Mal lange Gesichter.

Nach dem "Hallo-Wach?!" musste Julia schon direkt auf die 200m Rundstrecke mit den bekannten Kurvenerhöhungen. Mit Enttäuschung und Wut im Bauch (und vielleicht ein bisschen mehr Konzentration) gelang der Wettkampf schon besser und Sie verbesserte die bisherige PB um -0,44 Sekunden - prima!

Endgültig im "Beast-Modus" angekommen, pulverisierte Sie danach auf 400m Ihre PB um -1,51 Sekunden!

Ergebnis: 3x Gold und damit Hallenmeisterin 2018!

 

Anfang März 2018:

Alleine die Nominierung zur Wahl als Nachwuchssportlerin des Jahres 2017 Anfang Februar war schon ein absolutes Highlight in der noch jungen Sportlerkarriere.

Dass dann an der Gala tatsächlich der Titel und damit verbunden der Konstantinpreis an Julia verliehen worden ist war spektakulär!

Julia genoß es sichtlich den Rennhelm und die starren Lederhandschuhe zur Abwechslung mal gegen ein edles Abendkleid mit passender Hochsteckfrisur tauschen zu können. So erlebten wir eine wertschätzende Veranstaltung in festlichem Ambiente des Kurfürstlichen Palais, Trier.

Vielen Dank u.a. an den Iron-Man Club Trier für die Nominierung, den Trierischen Volksfreund für die Plattform und natürlich an die wichtigsten Menschen: EUCH ALLE!

Hier gibt es das passende Video. Viel Spaß beim Schauen

 

 

Ende April 2018:

Endlich nach vielen vielen Stunden In- und Outdoor-Training startete die Saison richtig durch: Ein kurzfristig organisierter Wettkampf in Weinstadt verlangte auch schon direkt "alles oder nichts", denn es war die (zu dem Zeitpunkt) einzige Möglichkeit für das Rennferkel die geforderte Qualifikation-Norm für die anstehenden IWAS Junior-World-Games in Irland zu erreichen.

Eine schon nahm eine hochmotivierte Julia kurzentschlossen die insg. über 700km in Angriff um die Chance zu nutzen:

Bereits im ersten Versuch, auf regennasser Bahn im 100m Rennen unterbot das Rennferkel die geforderte Zeit mit 15 Zehntelsekunden knapp - aber deutlich!

Damit steht einer eventuellen Nominierung zur Teilnahme an der besagten Weltmeisterschaft nicht mehr viel im Wege - jetzt heisst es "Daumen drücken".

Glückwunsch auch an Merle M. zu einer Fabelzeit in der T54-Klasse! Vielen Dank auf diesem Wege an die

Fam. Köberle, Simone Zimmermann und das Team-Thomas, welche die problemlose Teilnahme so kurzfristig überhaupt erst möglich gemacht haben!

 

Anfang Mai 2018:

Dank der Hilfsbereitschaft der LG Vulkaneifel (herzlichen Dank an Simon Fischer für die Unterstützung), gab es kurzfristig noch eine zweite Chance die Qualifikationszeit für die JVM weiter zu verbessern. Auf Nachfragen vom Rennferkel-Papa richtete man dort innerhalb der Bezirksmeisterschaften in Gerolstein ein 100m und 200m Einlagerennen speziell für Julia ein - so geht Inklusion, tolle Sache!

Die seltene Gelegenheit einen Wettkampf auf einer brandneuen! Tartanbahn zu bestreiten, war dann leider auch der größte Nachteil für den Rennrollstuhl: Die neue Bahn war zu weich und (begünstigt durch das sonnige Wetter) fast schon "klebrig", so dass auf 100m mit 21,98 eine respektable Zeit, aber keine Verbesserung zu erreichen war. 

Das 200m Rennen konnte aufgrund technischer Probleme an der Zeitmessanlage leider nicht gefahren werden. Letztendlich war es eine tolle Möglichkeit den paralympischen Sport "Rennrollstuhlfahren" einem breiteren und sehr interessierten Publikum live zu zeigen!

Danke für die Bilder und den Bericht an Holger Teusch.

 

Mitte Mai 2018:

Die Vorbereitungen um die "heisse Phase" der Saison so langsam einzuläuten, laufen auf Hochtouren.

Hier ein paar aktuelle Impressionen aus den diversen Trainingsstätten und Lehrgängen wie z.B. im Bitburger Stadion, OSP Saarbrücken,  Bundesleistungszentrum Kienbaum, und Sporthochschule Köln

 

Ende Mai/Anfang Juni 2018:

Die "Schweizer Serie" - mittlerweile ein klangvoller Name, welcher die aktuellen und vielleicht kommenden "Big-Names" aus der ganzen Welt auf die schnellsten Bahnen einlädt.

Auch das Rennferkel folgte zum wiederholtem Male dem Ruf nach Bestzeiten und wir starteten unsere zweiteilige, insg. knapp 2000km lange Reise in die Schweiz nach Nottwil.

Das erste Wettkampf war der ParAthletics Grandprix vom 25. + 26.5.: Auf der Bahn die Creme-de-la-Creme des internationalen Rennrollstuhlzirkus zusammen mit unserem Rennferkel Julia - immer wieder beeindruckend!

Julia startete auf 100m + 200m und verfehlte ihre bisherige Bestzeiten nur knapp. 

Ab ins Auto und wieder zurück nach Hause, denn die Schule ruft.

5 Tage später wieder packen und wieder nach Nottwil: Daniela Jutzeler Memorial, ebenso mit großartig besetzten Bahnen und mit fast gleichen Ergebnissen wie zuvor auf 100m, 200m und 400m.

Wieder 2 Tage später (diesmal blieb das Rennferkel-Team in der Nähe in einer Ferienwohnung) starteten die Schweizer Meisterschaften an gleicher Stelle. Den Kopf etwas freier, dank kurzer Entspannung mit den Rennkollegen, Trainer und Familien und mit einem (vor der Ferienwohnung zerlegten und seitens der Sitzposition) kurzfristig komplett provisorisch umgebauten Rennrollstuhl, packte Julia dann doch noch den Hammer aus und sicherte sich auf 400m eine neue persönliche Bestzeit = neuer Deutscher Rekord und die Saison-Bestzeit auf 100m!

 

 

Ende Juni 2018:

Die Süddeutsche Meisterschaft LA in Singen bildete dieses Jahr quasi die Generalprobe zu den IWAS Youth World Games, zu welchen Julia kurz vorher offiziell vom DBS nominiert worden ist:

Ein große Ehre und schöne Belohnung für die harte Arbeit an den Zeiten und guten Leistungen auch abseits der Rennbahn!

 

Die "blaue Bahn" in Singen ist immer wieder optisch ein Genuss, aber die Beschaffenheit nicht das Optimum für die Rennrollstuhl-Athleten: Nichtdestotrotz überraschte Julia auch hier mit einer Saison-Bestzeit auf 200m! Wow!!

So langsam machte sich aber der seit Anfang der Saison zu enge Rennrollstuhl bemerkbar:

Die ersten deutlichen Druckstellen am Körper zeigten sich schmerzhaft und die Probleme in der Passform dämpften den Fortschritt.

Trotzdem geht der Blick mit klarer Ausrichtung nach vorne und das Rennferkel-Team genoss nach dem Wettkampf ein paar freie Tage in der wunderschönen Umgebung am Bodensee.

 

 

Ende Juli 2018:

IWAS Youth World Games, Athlone (Irland)

Folgender Satz der netten (so wie übrigens alle Iren!) Mitarbeiterin in der Mensa des Institut of Technology, Athlone fasst die Veranstaltung komplett zusammen: "The Kids were absolutly brilliant. This is magnificant amazing!"

 

Mit eine gehörigen Portion Stolz, Aufregung und Vorfreude hat das Rennferkel die erste Reise zu einem "Übersee-Wettkampf" auf einem anderen Kontinent angetreten.

Die Vorfreude schlug dann auf dem Frankfurter Flughafen und nachher angekommen in Dublin Airport schnell in Angst und Frust um: Eine der größten dt. Fluggesellschaften hat es trotz korrekter Anmeldung durch den DBS nicht geschafft, das Deutsche Junioren-Nationalteam gesammelt, pünktlich durch die Gates zu schleusen (Flug verpasst - 6 Stunden Wartezeit!) geschweige denn alle Sportgeräte des Teams komplett und schadenfrei zu transportieren: Ein Rennrollstuhl fehlte ganz, ebenso Taschen mit wichtigen medizinischen Versorgeprodukten und von einem Rennrollstuhl die empfindlichen Carbonräder. Julias Hygienestuhl wird erst in der Nacht "gefunden" und wie ihr Rennrolli mit leicht verbogenen Rahmen und teils gebrochenen Schrauben abgeliefert. Die Teamkollegen Tristan und Jannes traf es weit schlimmer: Tristan konnte seine fehlenden Carbonräder durch freundliche Leihgaben einen anderen Nation ersetzen, aber Jannes konnte wegen weiterhin fehlendem Rennrollstuhl am ersten Wettkampftag gar nicht antreten. Ein mentaler Tiefschlag! Hochachtung aber an die jungen Athleten und das ganze Team: Die Probleme wurden lösungsorientiert angegangen. Das Team stand zu 100% zusammen und fing die beiden freundschaftlich auf. Nach außen hin wurde sich professionell und abgeklärt verhalten - beeindruckend!

Der fehlende Rennrolli kam dann mit ein paar Tagen Verspätung tatsächlich an und Jannes startete dann doch noch, so wie alle anderen des Teams, erfolgreich durch!

Alle (auch natürlich die zahlreich hinterhergereisten "Fans") hatten eine unglaubliche Woche: das Wetter war tatsächlich beinahe schon (zu) heiß und die unkomplizierten Iren, der präzise Ausrichter IWAS, die freundlichen anderen Nationen und die spektakulären Ergebnisse der Junioren-Weltmeister sprechen für sich!

O-Ton Julia:

"Das war einfach super! Wir hatten so eine tolle Stimmung und so viel Spaß im ganzen Team. Jeder hat jedem geholfen, miteinander gejubelt und auch mal geweint.

Natürlich war es eine aufwändige Reise nach Athlone und anstrengende Wettkämpfe aber die perfekte Belohnung ist es, wenn man mit der Medaille um den Hals und dem Adler auf der Brust die eigene Nationalhymne in so einem weit entfernten Land mitsingen kann. Insgesamt hat das Deutsche Junioren-Team 36 Medaillen und damit den zweiten Platz aller Nationen geschafft. Ich selber habe mir eine silberne (und damit IWAS Vize-Junioren- Weltmeisterin) und zwei Bronze-Medaillen erkämpft.“ 

 

 

August 2018:

Schweizer Junioren Meisterschaft, Arbon

 

Text folgt

 

September 2018:

Go for Tokyo! Lehrgang mit anschließendem 100m Rennen am ISTAF, Berlin

 

Text folgt, Video ist bereits online (ca. 17 Min)