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2019: "Aus weiss wird silber!"

 Januar 2019:

Das neue Jahr startet motiviert, aber mangels passendem Material, noch etwas holprig: Der bisherige weisse Rennrollstuhl (vor 4 Jahren von der Fa. Rehability perfekt ausgemessen und dem fleißigen Heart-Racer-Team aus Heidelberg zur Verfügung gestellt  - danke nochmal herzlichst für die tolle Unterstützung!) war dann trotz beherzten und kreativen Umbaumaßnahmen zu eng geworden.

Die Planungen zur Neubeschaffung startete bereits Anfang 2018, so dass wir Dank vieler Unterstützer, Förderer und Freunde (siehe Bereich Sponsoren für die Details) Ende 2018 mit dem Maßnehmen für eine neue Rennmaschine starten konnten. Nach Besuchen auf div. Messen und teilweise weltweiter Recherchen entschieden wir uns für den Rennrollstuhl einer spanischen Firma. Dafür reisten Orthopädie-Techniker aus der Nähe des Bodensee an und wir trafen uns zusammen mit unserem Trainer Wolfgang Blöchle, in Julias "Wohnzimmer", dem Olympia-Stützpunkt in Saarbrücken zum präzisen Abnehmen der Maße und individuellen Wünsche. Diese Rennmaschinen werden immer genau auf den jeweiligen Athleten abgestimmt und handgefertigt.

Da die Konstruktion und Auslieferung einige Wochen dauern wird, trainiert Julia nun mit dem provisorisch umgebauten aber eigentlich viel zu großen und schweren Rennrolli eines Trainingskollegen...*stay focused*

 

Ende Januar 2019:

Der Turnverein 1890 Püttlingen e.V. lud Anfang des Jahres zur Auftaktveranstaltung und Ehrung verdienter Mitglieder und Athleten ein. Sogar der Bürgermeister der Stadt Püttlingen, Herr Martin Speicher, ließ es sich nicht nehmen der Veranstaltung aktiv beizuwohnen.

Vielen Dank für die freundliche Wertschätzung!

 

Anfang März 2019:

Anfang des Jahres kam überraschend zum zweiten Mal die Nominierung zur TV-Sportlerwahl der Region, Bereich Nachwuchssportlerin des Jahres 2018, ins Haus.

Natürlich wurden umgehend alle virtuellen und lokalen Netzwerke aktiviert um die Abstimmung anzuschieben. Anfang März ist das Ergebnis auf der Sportler-Gala im Kurfürstlichen Palais, Trier verkündet und gefeiert worden:

 

Um es mit den Worten von Rainer Düro (Präsident des Ironmanclubs Trier) zu sagen: "..dass der Zweite der erste Verlierer ist, gilt bei dieser Wahl nicht!"
Nur hauchdünn (0,25% der Stimmen haben gefehlt) sauste Julia am wiederholten Gewinn der TV-Nachwuchssportler-Wahl 2018 vorbei und sicherte sich einen immer noch höchst beeindruckenden 2.Platz!
Herzlichen Glückwunsch an alle Nominierten! 
Vielen Dank an den Ironmanclub Trier für die Nominierung, Ausrichtung der Abstimmung und der Gala - und natürlich ein dickes "DANKESCHÖN" an alle die fleißig für Julia abgestimmt haben!

 

Mai 2019:

Endlich Racing! 

Das 1. Rennen der Saison fand im sonnigen Breda (NL) statt und war vorbildlich organisiert.

Vielen Dank an Ineke Boekelman (Trainerin des ortsansässigen Rennrollstuhl-Teams) für die Information und Unterstützung!

Das besondere war, dass der Wettkampf auf einer Mondo-Bahn (härterer Bodenbelag als üblich) stattfand, so dass die Rennrollstuhl-Athleten starke Zeiten erwarten konnten. Ebenso spielte das Wetter, abgesehen von etwas zu starkem Gegenwind bei 100m + 200m, tapfer mit.

"Tapfer" ist auch das einzige richtige Wort, was das Rennferkel-Team nach dem 1.Wettkampf 2019 mit nach Hause gebracht hat:

Der komplett neue Rennrollstuhl zusammen mit etwas Trainingsrückstand und vielleicht fehlender Fokussierung, brachte auf den gemeldeten 100m und 200m sehr enttäuschende Zeiten zustande. "Tapfer" wie sie ist gab Julia "Rennferkel" Würthen trotzdem nicht auf und wir meldeten entschlossen noch das 400m Rennen nach - leider mit gleichem Ergebnis.

"Tapfer" werden jetzt umgehend zuhause die Tränen getrocknet, die Fehler gesucht und gegengesteuert!

Eine Parallele zur aktuellen Formel 1-Saison darf an der Stelle gezogen werden: Ferrari (das bevorzugte Team im Hause Rennferkel) leistete sich trotz neuem und präzisem Material mit beeindruckenden Testzeiten letztendlich einen Fehlstart in die Saison 2019...also was die "Großen" können, kann das Team Rennferkel auch :-)

Der Weckruf hat gesessen: ab an die Arbeit!

Herzlichen Glückwunsch auf dem Wege an "Team Go for Tokyo"-Kollege Florian zum 1. internationalen Wettkampf mit tollen Bestzeiten!

 

Mitte Mai 2019:

Der erste Wettkampfeinsatz auf deutschem Boden führte das Team-Rennferkel auch schon direkt ins ca. 350 km entfernte Winnenden (Nähe Stuttgart) zur Süddeutschen Meisterschaft.

Das Wetter testete schonmal alle Möglichkeiten aus, so dass von Gewitter mit Starkregen, fast schon heissen Sonnenstündchen und Wind aus allen Richtungen, alles dabei war, was Rennrollstuhlfahren so schwer wie möglich macht. Die sehr weiche, fast schon bröslige Bahn tat ihr Übriges dazu, dass die Zeiten auch im zweiten Wettkampf der Saison weit hinter den Erwartungen zurück lagen.

Die Wettkämpfe waren prima organisiert und die "kleinen" Präsente in Form von riesigen, kiloschweren, Butterbretzeln beeindruckend und lecker!

Letztendlich standen in vier Rennen, zumindest vier zweite Plätze fest, was aber die schwachen Zeiten bei weitem nicht glänzen lässt.

 

Ende Mai 2019:

Das erste Highlight der neuen Saison fand, wie jedes Jahr im mittlerweile lieb gewonnenen Nottwil (Schweiz) in Form des hochkarätig besetzten ParAthletics Grand-Prix, statt.

Bei bester Organisation konnte sich drei Tage lang zusammen mit den schnellsten Rennrollstuhl-Athleten der Welt gemessen, gelacht, gefachsimpelt und geweint werden.

Leider war dem Team Rennferkel nach den drei Rennen in drei Tagen eher zu Letzterem zumute, denn auch auf Julias Lieblingsbahn unter fast perfekten Bedingungen (abgesehen vom 100m Rennen, zu welchem pünktlich zum Start der Regen mit Gegenwind einsetzte) waren die Zeiten nicht repräsentativ und weit unter den persönlichen Bestleistungen, trotz Saisonbestleistung auf 200m.

Trainer, Techniker, Betreuer und das Rennferkel selbst waren fassungslos - aber nicht hilflos...da muss noch was gehen! (bzw. wohl eher "rollen"....)

 

Ende Mai 2019:

Nach einem kurzen "Boxenstop" (ja, auch ein Rennferkel muss mal zu Schule gehen, liebe Kinder ;-) von 3 Tagen zuhause, ging es am 30. Mai bereits wieder in die Schweiz, diesmal zur Rennserie mit dem bekannten Daniela-Jutzeler-Memorial und anschließenden Weltklasse am See - Wettkämpfen nach Arbon auf die vielleicht schnellste Bahn der Welt!

In Anbetracht der nach wie vor unklaren Situation betreffend des akuten Geschwindigkeit- und Leistungsverlustes, entschied sich "Chefmechaniker Thommy" dazu tiefgreifende Umbauten an allen relevanten Bauteilen des neuen Rennrollis zu testen. Sogar die Handschuhe, Schlagringe und Schlagtechnik stellten wir kurzfristig, sogar mehrfach vor den Rennen noch um (was eigentlich ein No-Go ist mitten in der Saison). Zusätzlich am eigentlich wettkampffreien Tag waren wir auf der Bahn und probieren die Änderungen im Detail aus.

Das Ergebnis von 6 Rennen in drei Tagen waren leider wieder (bis auf zumindest eine Saisonbestleistung auf 400m) enttäuschend schwach und die Stimmung im Team auf dem Tiefpunkt. Mehr noch: es reichte nicht zur Qualifikation zur kommenden Junioren-Weltmeisterschaft und die Kader-Zeit war ebenso unerreichbar.

Erste Zweifel am Sport an sich und der eigentlich fest geplanten Zukunft taten sich auf...am Ende der technischen Ideen und mentalen/physischen Möglichkeiten machte sich eine bedrückende Hilflosigkeit breit.

Es ist eine harte Lektion - härter als jedes Training, aber vielleicht genau so wichtig.

 

Anfang/Mitte Juni:

Die schwachen Ergebnisse der 2019 Saison führten im ganzen Rennferkel-Team zu einer intensiven Nachbetrachtung und vielen, nicht immer freundlichen Gespräche und Situationsansichten. Das private, familiäre und sportliche Umfeld beginnt Unebenheiten zu bekommen: letztendlich entscheidet sich leider unser (nach wie vor!) hoch geschätzter und langjähriger Trainer Wolfgang Blöchle aus verständlichen privaten und wichtigen gesundheitlichen Gründen, zum Rückzug aus dem operativen "Rennzirkus".

"Lieber Wolfgang, wir können Dir gar nicht genug Danken - einen Großteil der Rennferkel-Erfolge wären ohne Dich und Deine fleissige Arbeit nicht möglich gewesen und wir werden Dich als Person und Deine Kompetenz schmerzlich vermissen. Du bist dem ganzen Rennferkel-Team ans Herz gewachsen und wir wünschen Dir nur das Beste! Wir respektieren und verstehen deine Entscheidung voll und ganz.

Vielen Dank für viele spannende und erfolgreiche Jahre - wir schreiben die Geschichte "Rennferkel" nun weiter, aber Du wirst immer ein wichtiger Teil davon bleiben!"

Das Zepter am OSP-Saarbrücken übernimmt Stefan Strobel, welcher als langjähriger Trainingspartner von Julia, mehrfacher Medaillengewinner und Welt!!rekordhalter im Rennrollstuhl ein erfahrener und emphatischer Fachmann ist.

Perspektivisch gesehen ist für 2019 "der Zug abgefahren" - so dass wir uns nun wieder auf die Rennferkel-Wurzeln des Rennrollstuhlfahrens besinnen und traditionell gerne, wie jedes Jahr, den "Schnupperkurs" der Familie Köberle im halbwegs nahegelegenen Köln besuchen. Julia soll einfach entspannt ein paar Einheiten fahren und ohne Druck versuchen den Spaß und das Vertrauen in den Sport, das Material und sich selber zurückzugewinnen.

Wir stehen noch ganz am Anfang einer sportlichen Karriere, welche zu schnell durch kurzfristige und nicht nachhaltige Entscheidungen, Ideen und Druck beschädigt werden kann, also: Calm down!

 

Die Veranstaltung über Pfingsten im Köln war eine gute Sache im Kreise der alten und neuen Rennrollstuhl-Freunden, ja fast schon Familie. Julia fuhr sauber und aufmerksam unter den kompetenten Augen von Gudrun und Heini Köberle Ihre Runden.

Sogar die bis dato eher verhassten weil härteren Schalenhandschuhe, schienen in ihren positiven Eigenschaften dann doch zu überwiegen. Ein guter Start in die "neue Rennferkel-Welt".  

(Danke an Simone Zimmermann für die tolle Bilder)

 

Mitte Juni 2019:

Um den Kopf etwas frei zu bekommen, entschieden wir uns kurzfristig dazu, einen Wettkampf bei unseren Nachbarn in den Niederlanden ganz ohne Ergebnisdruck oder Zeitenvorgaben zu besuchen. Aus der Erfahrung sind die "Oranje-Wettkämpfe" immer hervorragend organisiert und in top ausgestatteten Stadien - was auch dieses Mal zum ONK Para Atletiek Wettkampf in Nijmegen eindrucksvoll bestätigt worden ist!

Sogar Live-Streaming ins Web und auf mehrere große Videowalls wurde geboten. Die Ergebnisse waren ein paar Sekunden nach Überfahrt über die Ziellinie bereits online und auf allen besagten Videowalls zu sehen, zwei große Foodtrucks mit großer Auswahl,....kann alles so einfach sein.

Julia startete auf 100, 200, 400 und 800m an einem Tag - also schon ein anstrengender Auftrag.

Die äußeren Bedingungen waren prima und der ganze Tag lief problemlos und entspannt ab. Die mehrfach durchgetestete und von Julia jetzt als "geiler geht nicht" eingestufte Sitzposition/Handschuhe/Schlagring-Position sorgte dann am Ende für....nochmal langsamere Zeiten...

Ok - wir wollten nicht darüber sprechen um den Druck aus der aktuellen Situation zu nehmen - und dass taten wir dann auch.

Wir hatten viel Spaß an dem Tag und die Veranstaltung war so gut, dass sie einen festen Platz im "Rennkalender" bekommen wird.

Alle Zeichen stehen auf "Hallo_Wach" und das Team-Rennferkel arbeitet hart am Fortschritt - stay tuned!

 

Mitte Juli 2019:

Und schon ging die Reise mal wieder über 450km weit in den Süden nach Singen zu Deutschen Meisterschaft LA. Dort trafen sich, zusammen mit internationalen Teilnehmern, die besten Para-Athleten Deutschlands.

Immer noch verunsichert durch die vorangegangenen Komplikationen, Änderungen an Material und Trainingsbedingungen, ging unser Rennferkel aber mit hoher Motivation an den Start von 3 Wettkämpfen.

Unter stabilen äußerlichen Bedingungen verpasste Sie auf 100m nur haarscharf mit 7 Hundertstel eine Saison-Bestzeit, sicherte sich aber mit dem 2.Platz (in der offenen Erwachsenen-Wertung) ein Stück Edelmetall.

Nach über 5 Stunden Wartezeit (!) zwischen den Wettkämpfen, ließ wohl die Konzentration auf den folgenden 400m zu Wünschen übrig, daher reichte es zwar für die Silbermedaille (wieder in der Wertung mit Erwachsenen) aber nicht für eine respektable Rennzeit.

Am nächsten Tag standen noch die 200m auf dem (teilweise recht wirren) Programm, welche fehlerfrei, technisch sehr sauber aber leider recht langsam absolviert worden ist.

Herzlichen Glückwunsch an alle Athletinnen und Athleten!

Resümee: Die Änderungen zielen in die richtige Richtung und der Weg wird weiter mit Nachdruck verfolgt!

Mitte Juli 2019:

Schweizer Junioren-Meisterschaften, Nottwill *Bericht folgt*

 

Anfang September 2019:

Go for Tokyo - Lehrgang + ISTAF, Berlin  *Bericht folgt - Video ist schon fertig*

 

Mitte September 2019:

Landesmeisterschaften, NRW *Bericht folgt*